Am Nachmittag war wieder ein Angriff. Immer diese Schrecken und Angst um sein Leben zu haben, es geht wirklich nicht mehr lange so. Die meiste Zeit des Tages sitzen wir im Bunker, wir sind nervös und verängstigt. Das ist doch kein Leben mehr.

Tagebucheintrag Ursula Lindemann, 14.1.1945, Kriegsenden in Köln, NS-Dokumentationszentrum

Wohin die Gedanken auch gehen, überall brennen sie in Sorge und Ungewissheit und kommen immer nur zu der einen glühenden Bitte: ein Ende Herr, mach ein Ende in diesem wahnsinnigen Chaos!! (…) Ich habe Heimweh nach Köln, nach unserer Pfarre, nach meinen Mädeln, nach all den Lieben, die ich in Not weiß. (…) Wie mag es den Kölnern gehen? Wenn es eben möglich ist, fahre ich heim. Ich will wieder helfen, aufbauen anfangen und zwar in unserer Heimat.

Tagebucheintrag der nach Konstanz evakuierten Liesel Strausfeld, 26.3.1945

(Kriegsenden in Köln, NS-Dokumentationszentrum)